Für die meisten unter uns gibt es weitaus spannendere Themen im Leben als Versicherungen. Jeder weiß zwar, dass sie wohl notwendig sind, jedoch setzt sich niemand wirklich gerne damit auseinander. Verständlich. Das „Kleingedruckte“ ist immer irgendwie eine Mogelpackung und der klassische Versicherungsvertreter oft alles andere als ein Sympathieträger. Generell sind Versicherungen auf der Beliebtheitsskala in etwa gleichauf mit Kernkraftwerken oder Fußpilz.

Viele Versicherungskunden glauben, einmal versichert – für immer versichert. Das ist leider ein Irrglaube. In Deinem Leben gibt es laufend Veränderungen. In der Versicherungsbranche auch. Risken die noch bis vor kurzem echt teuer waren gibt es heute um eine Miniprämie. Vieles, das heute selbstverständlich ist zu versichern, war vor zwei Jahren noch völlig undenkbar.

Deine Versicherungsverträge einfach so wie bisher weiterlaufen zu lassen, kann dich viel Geld kosten. Was sollst Du aber tun, wenn du deine Versicherungen überprüfen oder ändern willst? Mein Tipp: Suche dir einen unabhängigen Versicherungsmakler. Warum? Hier sind die fünf wichtigsten Gründe, die für einen freien Versicherungsmakler sprechen:

 

 

1. Der Versicherungsmakler steht auf Deiner Seite – nicht auf der Seite der Versicherung

 

Der wohl wichtigste Punkt. Der Versicherungsmakler hat keine wirtschaftliche Abhängigkeit zu einer Versicherungsanstalt, im Vergleich zu den übrigen Vertriebsformen. Ein angestellter Außendienstmitarbeiter zum Beispiel erhält von seinem Verkaufsleiter fixe Vorgaben was Umsätze und Stückzahlen betrifft. D.h. wenn die XY Versicherung im heurigen Jahr noch zu wenige Unfallversicherungen eingefahren hat, wird ab sofort jeder Mitarbeiter im Außendienst gedrillt, das zu ändern. Bedeutet im Klartext: jedem Kunden wird ab sofort ein derartiger Vertrag regelrecht aufgeschwatzt. Und genau daraus entsteht dann das katastrophale Image der Versicherungsbranche. Nicht, dass eine Unfallversicherung prinzipiell nicht was Vernünftiges ist. Aber es geht hier in keiner Weise um Bedarfserfüllung, sondern allein um Umsatzzahlenerreichung. Und das geht völlig am Kunden vorbei und verärgert diesen auf lange Sicht.

 

Makler bewegen sich frei am Markt und sind selbst verantwortlich für ihr Tun

 

Der Versicherungsmakler arbeitet laufend mit verschiedensten Häusern zusammen. Er kann sich am Markt frei bewegen und ist sein eigener Chef. Somit muss er sich von keiner Gesellschaft unter Druck setzen lassen, weder hinsichtlich seiner Ratschläge noch bezüglich seiner Vertragsabschlüsse. Damit ist aber auch klar, dass er die Verantwortung für sein Handeln selbst zu tragen hat. Makler prüfen daher in Eigeninteresse Versicherungsanstalten auf „Herz und Nieren“.

Ich tausche mich zum Beispiel regelmäßig mit meinen Branchenkollegen aus. Wenn nun eine Versicherungsanstalt vermehrt Probleme – in welcher Form auch immer – macht, wird dies bei solchen Treffen kommuniziert. Man kann dann davon ausgehen, dass die Kooperation mit dieser Versicherung vorerst auf das Allernötigste beschränkt wird. Als Versicherungsmakler würde ich mir ja selbst schaden, Klienten weiterhin dorthin zu empfehlen. Denn jedes Problem, das meine Kunden haben, ist am Ende des Tages mein eigenes: Einerseits, weil ich eine Lösung herbeiführen muss, und andererseits, weil mein Kunde auf mich sauer ist (ich habe ihm den Vertrag ja vermittelt).

 

Versicherungsmakler sind Vertrauenspersonen

 

Dies bedeutet aber auch, dass ein Makler für Dich eintritt, egal ob vor Vertragsabschluss, während der Vertragslaufzeit oder im Schadensfall. Er ist für die meisten Klienten eine Vertrauensperson, ähnlich einem Steuerberater oder Anwalt. Ich bin bei meinen Kunden laufend in deren Leben eingebunden – egal ob sie heiraten, Nachwuchs bekommen, sich scheiden lassen, die Kinder ausziehen, jemand verstirbt oder sie sich einen Hund zulegen. All das sind Ereignisse, über die ich meist informiert werde und bei Bedarf den bestehenden Versicherungsschutz anpasse.

 

2. Versicherungsmakler sind unabhängig & objektiv

 

Heutzutage ist es verdammt schwer eine qualitativ hochwertige und gleichzeitig auch objektive Beratung über etwas zu bekommen. Vor allem dann, wenn man selbst keine Ahnung zu dem Thema hat und somit vom Rat anderer abhängig ist.

 

Stell Dir vor, Du benötigst in neues Auto ….

 

… und das ist thematisch so gar nicht Deine Fachrichtung. Entweder ein fachkundiger Freund berät Dich im Vorfeld oder Du wendest Dich an den „Fach“handel. Je nachdem zu welchem Autohändler Du gehst, wirst Du nun eine Auswahl über mehr oder weniger Modelle einer Marke vorfinden. Wohl oder übel wird der Verkäufer alles daransetzen, Dir eines der bei ihm verfügbaren Modelle zu verkaufen. Kein Wort über deren Nachteile oder vielleicht andere am Markt (aber nicht bei diesem Händler) erhältliche Fahrzeuge. Logisch. Der Typ will mit Dir ein Geschäft machen! Er wäre ja bescheuert, dich zur Konkurrenz weiterzuschicken.

Ganz genauso verhält es sich in der Versicherungsbranche: Bei Vermittlern die bei einer Versicherung angestellt sind oder als Selbständige exklusiv mit dieser einen Versicherung zusammenarbeiten, wirst Du niemals eine unabhängige Beratung bekommen. Auch Banken arbeiten in der Regel exklusiv mit bestimmten Versicherungen zusammen. Von individueller Beratung oder Objektivität kann man daher hier nicht sprechen. Dieses spezielle Fachwissen kann nur jemand an Dich weitergeben, der wirtschaftlich unabhängig ist und nicht im Auftrag einer Versicherungsgesellschaft agiert.

Schon der reine Menschenverstand wird einem ja sagen, dass keine Versicherung in allen Bereichen das für mich beste Produkt anbieten kann. Es gäbe sonst doch keine Daseinsberechtigung für die übrigen rd. 90 Versicherungsanstalten- und vereine die aktuell in Österreich tätig sind.

Gleichzeitig kann es bei der Wahl der falschen Versicherung für Dich als Kunde schlimmstenfalls auch um die Existenz gehen.

 

Die Stunde der Wahrheit

 

Ein Versicherungsvertrag erweist sich nämlich immer erst dann als gut oder schlecht, wenn ein Schaden passiert ist. Mein Vater hat da immer von der „Stunde der Wahrheit“ gesprochen. Ist der Schaden aber einmal eingetreten, kann man an der Polizze nichts mehr verändern. Dein Vertrag bildet sodann die Basis für die Schadenabwicklung. D.h. für Dich als Versicherungskunde ist es enorm wichtig, vorab eine ordentliche Beratung und dadurch die für Dich persönlich beste Versicherungslösung zu bekommen.

 

3. Nutze für Dich die geballte Kompetenz & Marktkenntnis

 

Das führt uns gleich zum nächsten Punkt. Ein Versicherungsmakler muss eine strenge Befähigungsprüfung vor einer Prüfungskommission ablegen, bevor er den Berufstitel überhaupt führen darf. Dies setzt eine mehrjährige Berufserfahrung voraus. Niemand kann übers Wochenende diesen Beruf erlernen. Damit ist aber auch ein Qualitätslevel an Fachkompetenz garantiert. Es wäre natürlich vermessen zu behaupten, dass es in unserer Branche keine schwarzen Schafe gibt. Das ist in jeder Branche wohl so. Es liegt an Dir, einen Makler zu suchen, bei dem Du Dich gut aufgehoben fühlst.

 

Das Dilemma der großen Versicherungshäuser: Mitarbeiter bleiben meist nur kurz

 

Ich selbst gewinne die meisten Neukunden tatsächlich dadurch, dass Außendienstmitarbeiter von Versicherungen meist nach wenigen Jahren den Job wechseln. Ähnlich wie beim Bankberater haben es aber die meisten Kunden satt, alle 2-3 Jahre ungefragt einen neuen Ansprechpartner präsentiert zu bekommen. Viele klagen auch über das ungute Gefühl, wie ein Päckchen von einem Berater zum nächsten weitergereicht zu werden. Meist auch noch ungefragt. Gerade bei Themen wie Absicherung der Familie, Vorsorge, etc. mag man Beständigkeit und nicht permanente Änderungen.

 

Onlineportale – Fluch oder Segen?

 

Den Kompetenzvorsprung eines Maklers kann man sehr gut am Beispiel von Onlineportalen sehen: Dort bekommst Du nach Eingabe all Deiner Daten eine – Prämie. That´s it. Du hast weder eine Beratung wo eventuelle individuelle Bedürfnisse berücksichtigt werden. Du erhältst keinerlei soft Skills mitgeteilt, weil das im Rahmen einer Online-Berechnung einfach nicht möglich ist. Und hier geht es um ganz wesentliche Punkte für Dich als Kunde. Z.B. Wie verhält sich diese Versicherung im Schadensfall? Gibt es nach dem ersten Schadensfall erfahrungsgemäß postwendend die Kündigung des Vertrages? Ist man im Zweifel auch für eine Kulanz gesprächsbereit? Wie schnell ist die Abwicklung? Wie kompetent sind die Mitarbeiter? Wer verdeutscht einem die Unterschiede der Anbieter?

Für eine grobe Erstinformation ist nichts gegen Rechenportale zu sagen. Der Preis allein sagt aber – wie meistens – rein gar nichts aus. Es kann der billigste Anbieter einen ganz eklatanten „Pferdefuß“ in seinen Bedingungen haben, der für Dich jetzt nicht offensichtlich ist, aber eines Tages zum teuren Boomerang werden kann. Eine tickende Bombe sozusagen. Es kann andererseits der billigste Anbieter in diesem Fall für Dich völlig ausreichend sein. Das aber selbst einzuschätzen ist schwierig bis unmöglich, wenn man sich mit den Spitzfindigkeiten der Branche nicht auskennt.

Auch die Versicherungsanstalten selbst buhlen um Kunden im direkten Online-Geschäft. Ein über eine derartige Plattform abgeschlossener Versicherungsvertrag bietet zwar einen geringen „Online-Rabatt“, es muss Dir allerdings klar sein, dass Du dann bei Rückfragen, Problemen oder Schadensfällen auf Dich selbst oder auf die allgemeine Hotline der Versicherung angewiesen bist. Wer die Hotlines von großen Firmen kennt, weiß wovon ich spreche. Begriffe wie Kundenorientierung, Flexibilität, gleichen Ansprechpartner wieder an den Hörer bekommen, etc., zeichnen derartige Hotlines meist nicht gerade aus. Wenn man überhaupt noch telefonische Auskünfte bekommt („schicken Sie uns bitte eine Mail.“). Natürlich gibt es auch ein paar rühmliche Ausnahmen bei Hotlines und auch immer wieder Lichtblicke bei einzelnen Service-Mitarbeitern. Im Großen und Ganzen muss ich aber leider sagen, dass die Qualität der Mitarbeiter in den letzten 20 Jahren eklatant nachgelassen hat. Und es wird nicht besser.

All das spricht klar für das Einschalten eines Experten. Auch verzwickte Rechtsfragen maßt man sich im Normalfall nicht an, selbst zu lösen, sondern wendet sich an einen Anwalt.

Wieso sollte es dann genau bei dem Thema Absicherung anders sein? Da, wo es schlimmstenfalls um Dein komplettes Hab & Gut gehen kann, oder die bestmögliche Versorgung Deiner Kinder?

 

4. Mit einem Versicherungsmakler richtig viel Geld sparen

 

Niemand ist seines eigenen Geldes Feind und es gibt ganz sicher spaßförderndere Möglichkeiten seine hart verdienten Euros auszugeben, als für Versicherungsprämien. Für die meisten von uns sind sie ein notwendiges Übel und zählen zu den Fixkosten dazu, wie die monatliche Miete oder die Kreditrate an die Bank.

 

Wie spart mir der Makler nun Geld?

 

Die Aufgabe eines guten Versicherungsmaklers besteht schlichtweg darin, für seine Klienten das größte Leistungspaket um eine möglichst geringe Prämie zu bekommen. Allein in meiner täglichen Arbeit stoße ich immer wieder bei Neukunden auf Doppelversicherungen. Da wurden bereits vor Jahren z.B. zwei Haushalte zusammengelegt und nach wie vor haben (und zahlen!) beide Partner jeweils eine eigene Rechtsschutzversicherung. Oft besteht auch eine Überversicherung, weil der seinerzeitige Haushaltversicherungsvertrag beim Umzug in eine kleinere Wohnung nie angepasst wurde. Die zu hohe Prämie wird somit jahrelang weiter bezahlt und ist auch nicht mehr refundierbar.

Fakt ist jedenfalls, dass der Markt für Laien ein riesiger Dschungel an Produkten, Klauseln und Bedingungen geworden ist, den wirklich jede Versicherungsanstalt anders ausgestaltet. Ein professioneller Vergleich ist daher unumgänglich. Und er bietet Dir neben enormen Leistungsverbesserungen auch ein großes Einsparungspotenzial.

Versicherungen zu vergleichen ist aber nicht immer einfach, da es nicht damit getan ist, nur Prämie und Versicherungssumme gegenüber zu stellen. Dazu ist Expertenwissen und Marktüberblick erforderlich. Und genau hier schließt sich der Kreis wieder im Sinne des Versicherungsmaklers.

Nur er ist sogar gesetzlich dazu verpflichtet, Dir jene Versicherung anzubieten, die am besten für Dich geeignet ist und das beste Preis-Leistungsverhältnis bietet.

 

Nichts bei Deinen Polizzen tun – eine der teuersten Entscheidungen

 

Jeder von uns kann sich heute selbst auswählen von wem er in seinen Versicherungsbelangen betreut werden möchte. Oft denkt man darüber aber gar nicht so viel nach, sondern übernimmt einfach die Struktur der Eltern. Oder man wird im Zuge eines Kreditansuchens von der eigenen Hausbank regelrecht genötigt, doch auch gleich alle Versicherungsverträge neu dort abzuschließen. Oder man bleibt – oft aus Bequemlichkeit – einfach da wo man schon die letzten Jahre versichert war, ob nun recht oder schlecht. Wenn ich bei Neukunden Verträge überprüfe, zeigt sich in 95% der Fälle folgendes Szenario: Viel zu hohe Prämien für völlig veraltete Verträge. Schlechte Leistungen obendrein. Es ist also absolut keine Lösung, Verträge einfach weiterlaufen zu lassen und darauf zu hoffen, dass schon alles passt.

 

„Ich bin von meinem derzeitigen Versicherungsberater TOP betreut“

 

Als ich kürzlich von einem meiner (Noch-Nicht-) Kunden seine damaligen Versicherungsverträge zum „Polizzen-Check“ erhielt, meinte er, dass diese sicher in Ordnung wären, da er von seinem Versicherungsberater von der XY Versicherung immer „top“ betreut wurde. Ich stellte jedoch nach kurzer Zeit fest, dass er für sämtliche Verträge zwischen 40 und 60% über dem üblichen Prämienniveau zahlte, und dies bereits seit Jahren. Mit einem Schlag und durchwegs besseren Leistungen konnte ich dem Kunden schon bei seinen beiden KFZ-Verträgen EUR 567,00 pro Jahr an Prämie sparen. Rechne diese unnötig bezahlte Mehrprämie mal auf mehrere Jahre hoch … Dieses Geld ist nur leider für immer verloren. Ich möchte damit ermutigen, Verträge regelmäßig auf Marktkonformität überprüfen zu lassen. Auch wenn Du denkst, es ist „eh alles perfekt ausverhandelt“ worden. Oft geht auch dann noch was … ? Hinzu kommen beim gleichen Kunden noch die Einsparungen für Eigenheim/Haushalt-, Unfall- und Rechtsschutzversicherung. Es ergab das insgesamt eine jährliche Einsparung von EUR 988,00! Von TOP betreut somit weit entfernt. Vergleichen lohnt sich also immer, aber richtig!

Last but not least: Das häufig gehörte Argument, dass das gleiche Produkt beim Makler mehr kostet, ist Unsinn. Ganz im Gegenteil. Makler haben aufgrund ihres Geschäftsaufkommens ganz andere Rabattmöglichkeiten als Du. Damit bekommt auch der Einzelkunde Konditionen wie ein Großabnehmer.

Woran verdient nun ein Makler? Ganz easy beantwortet: Wir bekommen Provisionen. In jeder Prämie die Du an eine Versicherungsanstalt bezahlst, steckt ein bestimmter Anteil für den „Vertrieb“. Völlig egal wo und bei wem Du also abschließt, das ist immer fix einkalkuliert. Manche Makler verlangen zusätzlich Honorar bzw. eine Verwaltungspauschale die jährlich eingehoben wird. Erkundige Dich einfach im Vorfeld wie das der Makler Deiner Wahl handhabt.

 

5. One for all – Deine ganzheitliche Versicherungsbetreuung

 

Ich habe schon weiter oben geklärt, dass es keine Versicherung gibt, die das für Dich beste Produkt in allen Sparten anbietet. Somit ist klar, dass Du Verträge wohl bei unterschiedlichen Versicherungen abschließen wirst. Damit stellt sich aber die Herausforderung, mit mehreren Ansprechpartnern korrespondieren zu müssen. Das ist mehr als mühsam, vor allem wenn sich diese Personen – wie in der Branche leider üblich – ständig ändern.

 

„Einer für Alles“

 

Wie einfach ist es doch, einfach einen Ansprechpartner anzurufen, egal um was es geht – ohne minutenlanger Warteschleifenmusik – und einmal zu sagen was man braucht. Und das Mitgeteilte gilt dann gegebenenfalls auch gleich für all Deine übrigen Verträge (z.B. bei Adresswechsel, Namensänderung, neue Bankverbindung, Zahlungsmodalität ändern, …). Ich weiß, dass unsere Kunden es als einen der größten Vorteile empfinden, einen Ansprechpartner für all ihre Versicherungsangelegenheiten zu haben. Du bist nicht bei jedem Anruf mit jemand anderes verbunden. Daher musst Du nicht bei jedem Anruf alles wiederholen. Du wirst aufgrund Deines Namens und nicht einer Kundennummer betreut. Man kennt Dich. Es ist einfach viel persönlicher.

Ein Argument ist außerdem noch hervorzuheben: Wenn Du beim Versicherungsmakler all Deine Verträge in Betreuung hast, dann kennt er Dich und Deine Lebensumstände. Das bedeutet auch, dass ein kleines Detail, das Du ihm erzählst, eine oder mehrere Aktionen seinerzeit erfordert.

 

Beispiele aus der Praxis gefällig?

 

Kunde: „Ich fahre heuer im Sommer mit meinem Motorrad auf einer Rennstrecke in Ungarn.“

Makler muss sich um entsprechenden Unfallversicherungsschutz kümmern (Motorradrennen sind im Rahmen von Unfallversicherungsverträgen immer ausgeschlossen).

***

Kundin: „Nächstes Monat heirate ich und mein Name ändert sich auf Bieler.“

Makler fragt nach, ob der Bräutigam auch bestehende Versicherungsverträge hat, die mit jenen der zukünftigen Frau Bieler zusammengeführt werden sollen. Sämtliche Bestandsverträge müssen auf Bieler umgeschrieben werden. Hinweis an die Kundin, dass die Namensänderung im Zulassunsschein von Frau Bieler eingetragen wird. Hinweis, dass übrige Dokumente (Meldezettel & CO) geändert werden. Eine evtl. bestehende Krankenversicherung evtl. um den Baustein Baby Option erweitert … (ja, man muss als Versicherungsmakler sehr weit denken …;-)

***

Kunde: „Wir verkaufen unser Auto und nehmen vorerst kein neues.“

Makler muss neben der Stornierung des KFZ-Haftpflichtvertrages auch gleich den Baustein KFZ-Bereich aus der Familien-Rechtsschutzversicherung herausstreichen.

***

Kundin: „Am Wochenende bekommen wir einen Hund!“

Makler wird sich um eine Hundehaftpflichtversicherung kümmern müssen.  Evtl. bestehende Haushaltversicherung auf ein Produkt wechseln das eine solche kostenlos integriert hat.

***

 

All das sind Handlungen die der Makler nur setzen kann, wenn ein Kunde alle Verträge bei ihm laufen hat. Aber genau dann hat auch der Kunde das meiste von dieser Geschäftsbeziehung. Er kann darauf vertrauen ganzheitlich betreut zu sein.

Ebenso ist es im Schadensfall mehr als ein Vorteil mit nur einem Ansprechpartner zu korrespondieren. Stelle Dir mal vor durch eine kleine Unachtsamkeit verursachst Du mit dem Fahrrad beim Überqueren eines Schutzweges einen Unfall. Du selbst bist leicht verletzt, eine ältere Dame ist dadurch zu Sturz gekommen und ebenfalls leicht verletzt. Du erhältst im Zuge dessen eine Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung. Da spielen ab sofort gleich 3 Versicherungen mit: Deine Unfall-, Privathaftpflicht- und Rechtsschutzversicherung.

Magst Du Dir vorstellen auf 3 Kanälen diesen Vorfall zu kommunizieren und um Deinen Versicherungsschutz zu kämpfen? Wohl eher nicht.

Für Makler ist es „Tagesgeschäft“ solche Schäden zu aufzunehmen und zu melden. Wir bleiben da auch immer bis zum Schluss dran und urgieren die Erledigungen. Bei manchen Schadenreferenten sind wir lästig wie Fliegen, um durchzusetzen was dem Kunden zusteht. Unser Ziel ist es aber auch nicht, Sympathiewerte bei Versicherungsangestellten zu sammeln. Weiters gehört zu unseren Aufgaben – sehr wichtig – auch die Kalendierung von wichtigen Terminen oder Fristen.

Für Kunden – so höre ich es jedenfalls sehr oft – ist es extrem beruhigend zu wissen, jemanden auf seiner Seite zu wissen. Es ist ein gutes Gefühl, all diese lästigen Telefonate und den Schriftverkehr abzugeben an Experten die das täglich machen und wissen was zu tun ist. Irgendwie fühlt man sich einem großen Versicherungskonzern ja doch irgendwie ausgeliefert.

 

Welche Vertriebsformen gibt es bei Versicherungsverträgen überhaupt?

 

Zusammenfassend lässt sich somit sagen, dass Du bei der Zusammenarbeit mit einem Versicherungsmakler nur Vorteile hast. Vorteile, die Du bei keinem anderen Vertriebskanal bekommst:

Außendienstmitarbeiter sind Angestellte von Versicherungsanstalten und vertreiben somit auch ausschließlich Produkte „ihres Hauses“ und sind natürlich auch weisungsgebunden. Sie vertreten somit – rechtlich gesehen – auch die Interessen ihrer Gesellschaft. Hier ist weder wirtschaftliche Unabhängigkeit noch Objektivität in der Beratung gegeben.

Versicherungsagenten machen nichts anderes als Außendienstmitarbeiter sind jedoch selbständig und betreiben ihr eigenes Büro, oft auch in Teams. Auch hier besteht Abhängigkeit zum Stammhaus.

Mehrfachagenten agieren für mehrere Gesellschaften und vertreten somit deren Interessen. Mittlerweile besteht aber eine klare Deklarationspflicht in welcher Sparte der Agent mit welcher Versicherungsanstalt zusammenarbeitet. Somit ist er auch in dieser Funktion an einige wenige Produkte vertraglich gebunden und macht keine unabhängigen Marktvergleiche.

 

Conclusio

Wenn Du Wert auf eine unabhängige Versicherungsberatung legst, dann solltest Du Dich an den Makler Deines Vertrauens wenden. Sämtliche übrige Vertriebswege haben schlichtweg keine andere Option als Dir ihr eigenes Produkt zu verkaufen. In Zeiten völlig freier und auch unübersichtlich gewordener Märkte sollte man daher – gerade beim Thema Absichern & Vorsorge – auf den Rat eines Versicherungsmaklers vertrauen. Derartige Beziehungen bestehen nicht umsonst oft über Generationen.

 

 

Das könnte dich auch noch interessieren:

Was mich in meiner Branche zur Weißglut bringt

„Vertrauen spüren. Seit 1950.“ – was mein Claim für mich bedeutet