Wer kennt das nicht …. In der Hektik des Alltages kann es schnell passieren und du vergisst, eine Rechnung einzuzahlen. Meist ist das kein Drama: du überweist den fälligen Betrag – inklusive ev. angefallener Mahnspesen – und der Fall ist erledigt.

Sehr viel anders sieht die Sache allerdings aus, wenn man vergisst, seine Versicherungsprämie fristgerecht zu bezahlen. Dies kann im schlimmsten Fall den Verlust des Versicherungsschutzes bedeuten.

Ich habe dir hier zusammengefasst, womit du rechnen musst, wenn du den Zahlschein für deine Versicherungsprämie nicht zeitgerecht einzahlst oder dein Konto zum Zeitpunkt der Abbuchung nicht ausreichend gedeckt war:

Erst- bzw. Einmalprämie

Nach Abschluss eines Versicherungsvertrages bist du als Versicherungsnehmer verpflichtet, die erste Prämie innerhalb von 14 Tagen einzubezahlen, nachdem du einen enstsprechenden Zahlschein (meist kommt dieser mit der Polizze) erhalten hast. Andernfalls riskierst du, dass der Versicherer im Schadensfall keine Leistung erbringt. Zudem kann der Versicherer in diesem Fall vom Vertrag zurücktreten.

Folgeprämie

Bei Nichteinzahlung einer Folgeprämie muss der Versicherer dich als Versicherten „qualifiziert“ mahnen. Das bedeutet, man muss dich über die Rechtsfolgen aufklären und eine 14-tägige Nachfrist setzen. Wird die Prämie innerhalb dieser Nachfrist nicht bezahlt, kann der Versicherer den Vertrag ohne Einhaltung einer Frist kündigen – dies kann besonders in der Krankenversicherung folgenschwere Auswirkungen haben.

Keine Zahlung – kein Versicherungsschutz – kein Kennzeichen

Eine besonders unangenehme Situation kann bei KFZ-Verträgen passieren. Eine gültige KFZ-Haftpflichtversicherung ist ja die Voraussetzung, dass du für dein Fahrzeug überhaupt ein Kennzeichen erhältst. Wer die Prämie nicht einzahlt, riskiert aber nicht nur seinen Versicherungsschutz! Die Versicherung muss diesen Umstand nämlich auch der Zulassungsbehörde melden und es kommt in weiterer Folge zu einer behördlichen Abnahme der Kennzeichen.

Selten, aber doch, passiert das auch in unserem Büro immer wieder. Erst unlängst hatte ich einen derartigen Fall wo fatalerweise auch noch ein Schaden passierte. Somit musste der Kunde die EUR 5.800,00 an seinen Haftpflichtversicherer rückerstatten. Die Versicherung darf sich nämlich in solchen Fällen regressieren.

Lass es daher nie soweit kommen … ein Kennzeichenentzug bedeutet nämlich auch eine neuerliche Anmeldung des Autos und damit auch erneute Anmeldegebühr.

Conclusio

Ein verloren gegangener Zahlschein, Stress oder längere Abwesenheit sind zwar nachvollziehbare Gründe für eine nicht oder zu spät bezahlte Versicherungsprämie, schützen aber nicht vor den Folgen.

Mein Tipp: Erteile dem Versicherer ein Lastschriftmandat, dann brauchst du nicht mehr an die fristgerechte Überweisung der Prämie denken. So stellst du sicher, dass du deinen Versicherungsschutz nicht verlierst. Es müssen auch nicht alle Prämien am 1.1. bezahlt werden, splitte die Fälligkeiten einfach so übers Jahr auf, dass es zu keinem finanziellen Engpass kommt.

P.S.: Vergiß nicht – es gibt für alles eine Lösung!