Auch wenn man im ersten Augenblick darüber schmunzeln mag – jedes Jahr aufs Neue passieren um die Weihnachtszeit zahlreiche Feuerschäden mit Kerzen.

In der Adventszeit ….

… werden wieder in Millionen von Haushalten Kerzen angezündet. Das stimmungsvolle warme Licht fasziniert uns alle und sorgt für ein Gefühl der Geborgenheit. Ich selbst liebe Kerzen oder unseren offenen Kamin über alles. Nichts geht über die ruhige Stimmung von knisternden Feuer oder einer Kerzenflamme.

Mit der Ruhe ist es jedoch spätestens dann vorbei, wenn die Kerze mit ihrer 600 bis 800 Grad Celsius heißen Flamme einen Brand auslöst – und das kann schnell geschehen.

Ich arbeite ja seit mittlerweile 25 Jahren in der Versicherungsbranche und es vergeht kein Jahr wo wir nicht einen brennenden Adventkranz oder Christbaum als Schadensfall abzuwickeln hatten.

Die hohe Strahlungswärme des Feuers kann Gegenstände noch in mehreren Zentimetern Abstand entzünden. Das unterschätzt man leicht. Dadurch kann nicht nur das komplette Hab und Gut zerstört sondern auch Menschen in Gefahr gebracht werden.

Zahlen & Fakten aus Österreich

Jedes Jahr ereignen sich in Österreich zwischen 6.000 und 8.000 Brände. Dabei entstehen Gesamtschäden in Höhe zwischen 215 bis 420 Millionen Euro. Dies zeigen Statistiken der österreichischen Brandverhütungsstellen und des Verbandes der Versicherungs-Unternehmen Österreichs (VVO).

Das kannst du gegen einen Zimmerbrand tun

Du kannst das Brandrisiko reduzieren, wenn du nur ein paar Verhaltensmaßnahmen berücksichtigst:

  • Baum richtig aufstellen, gießen und beaufsichtigen
    Weihnachtsgestecke, Adventskränze und ähnliche Dekorationen, aber auch der Weihnachtsbaum müssen, wenn echte Kerzen verwendet werden, unbedingt einen festen Stand haben und weit entfernt von brennbaren Materialien wie Gardinen und Vorhängen stehen. Die Dekorationen und der Weihnachtsbaum müssen also so aufgestellt werden, dass die brennenden Kerzen darauf nichts anderes entzünden können – und zwar auch dann nicht, wenn diese beispielsweise aus Versehen von einem Kind oder einem Haustier umgestoßen werden.
  • Problematisch sind außerdem Dekorationen auf den Gestecken oder dem Baum, die schnell Feuer fangen, wie zum Beispiel Strohsterne.
  • Zudem sollten echte Tannenzweige auf den Gestecken oder ein echter Baum regelmäßig gegossen werden, denn trockene Zweige wirken im Fall des Falles wie ein Brandbeschleuniger. Das Gießen hat auch den angenehmen Nebeneffekt, dass das Adventsgesteck oder der Weihnachtsbaum frischer aussieht und weniger schnell Nadeln verliert.
  • Achtung bei Kindern und Haustieren – lass deine Kinder und Haustiere nie unbeaufsichtigt allein mit brennenden Kerzen. Ausgelassenes Spielen rund um offene Lichtquellen ist tabu, damit Kerzen oder der Christbaum nicht umgeworfen werden. Erkläre deinen Kindern die Gefahren und das richtige Verhalten im Brandfall. Bewahre Zünder und Feuerzeuge außerhalb der Reichweite von Kindern auf.
  • Bringe Rauchmelder an – im Brandfall zählt jede Sekunde. Rauchmelder sind zuverlässige, lebensrettende Sirenen und mit wenigen Handgriffen montiert.
  • Halte Löschmittel bereit – den guten alten Wasserkübel griffbereit zu haben kann nie schaden  – aber nicht unter oder hinter dem Christbaum, denn bei einem Brand ist dieser dann oft nicht mehr erreichbar. Hand-Feuerlöscher sind noch effektiver als Wasser. Die richtige Handhabung ist auf jedem Feuerlöscher beschrieben und sollte durchgelesen werden, bevor es zu einem Notfall kommt. Lege am besten eine Löschdecke direkt unter den Christbaum.

Versicherungsschutz & Kerzen

Wichtig: Kerzen sollte man stets im Blick haben und diese löschen, wenn man den Raum verlässt. Theoretisch wissen wir das ja.

Aber mir ist es kürzlich selbst passiert, dass ich den Adventkranz mit brennender Kerze stehen habe lassen.

In diesem Falle habe ich (im Sinne der Versicherungsbedingungen) klar „grob fahrlässig“ gehandelt, was im Brandfall dazu führt, dass der Haushalt- und/oder Gebäudeversicherer die Schadensleistung im Verhältnis zur Schwere der Schuld reduzieren oder gänzlich ablehnen kann.

Conclusio

Ein kurzer Kontrollblick in deine Haushalts- oder Eigenheimpolizze ist jetzt unbedingt ratsam. Es gibt nämlich Polizzen, in denen auch ein grob fahrlässig verursachter Schaden mitversichert ist oder optional gegen einen kleinen Aufpreis mitversichert werden kann. Im Schadenfall wird dann – je nach Vereinbarung – auch ein grob fahrlässig verursachter Schaden komplett oder bis zu einem bestimmten Höchstbetrag erstattet. Die Mehrprämie ist meist ein niedriger zweistelliger Betrag und allemal das Mehr an Schutz wert.

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