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Auch wenn man im ersten Augenblick darüber schmunzeln mag – jedes Jahr aufs Neue passieren um die Weihnachtszeit zahlreiche Feuerschäden mit Kerzen. Jeder von uns kann aber das Brandrisiko senken, wenn man nur einige Tipps beherzigt…          

Erhöhte Brandgefahr in der Weihnachtszeit

In der Adventszeit werden wieder in Millionen von Haushalten Kerzen angezündet. Das stimmungsvolle warme Licht fasziniert und sorgt für ein Gefühl der Geborgenheit und Ruhe.

Mit der Ruhe ist es jedoch spätestens dann vorbei, wenn die Kerze mit ihrer 600 bis 800 Grad Celsius heißen Flamme einen Brand ausgelöst hat – und das kann schnell geschehen. Denn die hohe Strahlungswärme kann Gegenstände noch in mehreren Zentimetern Abstand entzünden. Dadurch kann nicht nur das komplette Hab und Gut zerstört sondern auch Menschen in Lebensgefahr gebracht werden.

Jedes Jahr ereignen sich in Österreichzwischen 6.000 und 8.000 Brände. Dabei entstehen Gesamtschäden in Höhe zwischen 215 bis 420 Millionen Euro. Dies zeigen Statistiken der österreichischen Brandverhütungsstellen und des Verbandes der Versicherungs-Unternehmen Österreichs (VVO).

Doch das Brandrisiko lässt sich reduzieren, wenn man ein paar Verhaltensmaßnahmen berücksichtigt.

Baum richtig aufstellen, gießen und beaufsichtigen

Weihnachtsgestecke, Adventskränze und ähnliche Dekorationen, aber auch der Weihnachtsbaum müssen, wenn echte Kerzen verwendet werden, unbedingt einen festen Stand haben und weit entfernt von brennbaren Materialien wie Gardinen und Vorhängen stehen. Die Dekorationen und der Weihnachtsbaum müssen also so aufgestellt werden, dass die brennenden Kerzen darauf nichts anderes entzünden können – und zwar auch dann nicht, wenn diese beispielsweise aus Versehen von einem Kind oder einem Haustier umgestoßen werden.

Problematisch sind außerdem Dekorationen auf den Gestecken oder dem Baum, die schnell Feuer fangen, wie zum Beispiel Strohsterne. Zudem sollten echte Tannenzweige auf den Gestecken oder ein echter Baum regelmäßig gegossen werden, denn trockene Zweige wirken im Fall des Falles wie ein Brandbeschleuniger. Das Gießen hat auch den angenehmen Nebeneffekt, dass das Adventsgesteck oder der Weihnachtsbaum frischer aussieht und weniger schnell Nadeln verliert. Wichtig: Kerzen sollte man stets im Blick haben und diese löschen, wenn man den Raum verlässt.

Anderenfalls handelt man grob fahrlässig, was im Brandfall dazu führt, dass der Hausrat- und/oder Gebäudeversicherer die Schadensleistung im Verhältnis zur Schwere der Schuld reduzieren kann. Gut zu wissen: Es gibt Polizzen, in denen auch ein grob fahrlässig verursachter Schaden mitversichert ist oder optional gegen einen kleinen Aufpreis mitversichert werden kann. Im Schadenfall wird dann je nach Vereinbarung auch ein grob fahrlässig verursachter Schaden komplett oder bis zu einem bestimmten Höchstbetrag erstattet.

Achtung bei Kindern und Haustieren

Lassen Sie Kinder und Haustiere nie unbeaufsichtigt allein mit brennenden Kerzen. Ausgelassenes Spielen rund um offene Lichtquellen ist tabu, damit Kerzen oder der Christbaum nicht umgeworfen werden. Erklären Sie Ihren Kindern die Gefahren und das richtige Verhalten im Brandfall. Bewahren Sie Zünder und Feuerzeuge außerhalb der Reichweite von Kindern auf.

Bringen Sie Rauchmelder an

Im Brandfall zählt jede Sekunde. Rauchmelder sind zuverlässige, lebensrettende Sirenen und mit wenigen Handgriffen montiert.

Halten Sie Löschmittel bereit

Stellen Sie einen Wasserkübel bereit – aber nicht unter oder hinter dem Baum, denn bei einem Brand ist dieser dann oft nicht mehr erreichbar. Hand-Feuerlöscher sind noch effektiver als Wasser. Die richtige Handhabung ist auf jedem Feuerlöscher beschrieben und sollte durchgelesen werden, bevor es zu einem Notfall kommt. Legen Sie am besten eine Löschdecke direkt unter den Christbaum.

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